CDU Ortsverband Bodenheim
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30.09.2017, 10:27 Uhr | AZ Mainz/He­le­na Sen­der-Pe­try
Will­kom­men und Ab­schied
AMTS­WECH­SEL Do­ro­thea Schä­fer als Land­rä­tin des Krei­ses Mainz-Bin­gen ein­ge­führt / Claus Schick im Ru­hes­tand

Al­les ging schnell, fast schon ge­schäfts­mä­ßig. Und den­noch: Als sich die über 600 Gäs­te in der Kul­tur- und Ver­an­stal­tungs­hal­le kING am Frei­tag von ih­ren Sit­zen er­ho­ben, als Do­ro­thea Schä­fer den Amt­seid sprach, wur­de je­dem die Wür­de die­ses Au­gen­blicks be­wusst. Je­der sah die Freu­de der neu­en Land­rä­tin, der Claus Schick zu­dem ei­nen sym­bo­li­schen Schlüs­sel für die Kreis­ver­wal­tung über­gab. 
Und et­was spä­ter be­kann­te sie, wie die Auf­re­gung in den ver­gan­ge­nen Wo­chen wuchs und wie "un­bän­dig sie sich auf ih­re neue Auf­ga­be freut". Schä­fer macht sich auf, dem Land­kreis Mainz-Bin­gen ih­ren Stem­pel aus­zu­drü­cken. Für Claus Schick hieß es an die­sem Abend Ab­schied neh­men, mit ihm, und das war in al­len Re­den zu hö­ren, geht ei­ne Ära zu En­de. Doch oh­ne Ur­kun­de ver­lässt kein schei­den­der Land­rat sei­ne Dienst­stel­le, die über­gab Adam Schmitt, der Er­ste haupt­amt­li­che Beige­ord­ne­te und stell­ver­tre­ten­de Land­rat.
Mit lau­ni­gen Wor­ten wür­dig­te er die Leis­tun­gen Schicks, er­in­ner­te an des­sen Ver­dien­ste um den Aus­bau der Schu­len, der "ein­zig­ar­tig im Land ist". Und mit ei­nem Au­gen­zwin­kern cha­rak­te­ri­sier­te er Schicks Ver­hand­lungs­stra­te­gie mit Hand­werk­ern oder Un­ter­neh­mern als "ge­wöh­nungs­be­dürf­tig".
Pro­fes­sor Dr. Mar­bod Muff, einst Mit­glied der Un­ter­neh­mens­lei­tung von Bo­eh­rin­ger In­gel­heim, hielt die Lau­da­tio auf Claus Schick, den er 1994 als "freund­li­chen, agi­len und of­fe­nen Land­rat" ken­nen­lern­te. Muff ließ Schicks po­li­ti­schen Wer­de­gang Re­vue pas­sie­ren, nann­te ihn ei­nen Brü­cken­bau­er, der für In­dus­trie, Han­del und Hand­werk im­mer ein Part­ner ge­we­sen sei. Muff ver­glich als "Mann der Wirt­schaft" die Füh­rung der Kreis­ver­wal­tung mit ei­nem Top-Ma­nage­ment, das sich an den Kenng­rö­ßen Li­qui­di­tät, Er­folg und Er­folgs­po­ten­zi­al mes­se. Sein Fa­zit: "Mainz-Bin­gen hat in al­len Kenng­rö­ßen ei­ne po­si­ti­ve Be­wer­tung ver­dient."
Für Do­ro­thea Schä­fer er­griff Franz Jo­sef Bi­schel, Land­tags­ab­geord­ne­ter a.D., das Wort, der aus sei­ner "Rie­sen­freu­de" kei­nen Hehl mach­te, dass zum er­sten Mal in der Ge­schich­te des Krei­ses ei­ne Frau an der Spit­ze steht. Schä­fer ha­be "ganz gro­ße Auf­ga­ben vor sich", und nicht nur als Dienst­her­rin, son­dern auch mit Blick auf die po­li­ti­sche Aus­rich­tung von Mainz-Bin­gen. Sie mö­ge im­mer an dem Grund­satz fest­hal­ten: "Die Bür­ger ste­hen im Mit­tel­punkt." Schä­fer ha­be längst un­ter Be­weis ge­stellt, wel­ches Po­ten­zi­al in ihr ste­cke. Auch Mi­cha­el Ebling, Ober­bürg­er­meis­ter von Mainz, war nach In­gel­heim ge­kom­men, der Schick ei­ne "Aus­nah­me­per­sön­lich­keit" nann­te. Auf die Zu­sam­men­ar­beit mit Schä­fer freut er sich.
Für die Frak­tio­nen im Kreis­tag er­griff Dr. Jo­achim Ge­rhard (CDU) das Wort, der die Le­bens­leis­tung Schicks lob­te, die "Re­spekt und An­er­ken­nung ver­dient". Schä­fer sei "nah an den Men­schen", was das über­zeu­gen­de Wahl­er­geb­nis be­le­ge. Kon­zen­tra­ti­on und Aus­dau­er zeich­ne­ten sie aus, "nicht al­les, aber vie­les wird sich än­dern", ist Ge­rhard über­zeugt.
Adam El­se­berg, Vor­sit­zen­der des Per­so­nal­rats der Kreis­ver­wal­tung, wünsch­te Claus Schick im Na­men der gan­zen Be­leg­schaft ei­nen "Un­ru­hes­tand", doch: "Nie­mand kann sich vor­stel­len, dass Claus Schick im Schau­kel­stuhl sitzt." Nun hoff­ten al­le im Haus auf ei­nen "un­kom­pli­zier­ten Über­gang". Dann über­reich­ten die Spre­cher al­ler Frak­tio­nen im Kreis­tag ih­re Ge­schen­ke an Claus Schick und Do­ro­thea Schä­fer, ver­bun­den mit den be­sten Wün­schen für die Zu­kunft. Un­ter gro­ßem Ge­läch­ter über­reich­te Wal­ter Strutz (FDP) dem schei­den­den Land­rat ein Puz­zle. Am Bei­spiel der Stadt Prag kön­ne er nun über­prü­fen, "wie vie­le Brü­cken man bau­en kann". Die Rhein­que­run­gen las­sen grü­ßen.
Das letzt Wort hat­te Claus Schick, der sei­ne Ge­füh­le mit die­sem ent­schei­den­den Satz auf den Punkt brach­te: "Es war ei­ne schö­ne Zeit."
 
GE­SANG
Mu­si­ka­lisch be­rei­cher­te der Pop- und Jazz-Chor des Se­bas­tain-Müns­ter-Gym­na­siem In­gel­heim die Ver­an­stal­tung.


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