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27.05.2016, 07:39 Uhr | Kathrin Damwitz
FEUERWEHR Die Planungen für gemeinsames Domizil am B 9-Zubringer sind angelaufen
AZ Mainz vom 27.05.2016
Die Planung für das gemeinsame Domizil der Feuerwehren Bodenheim und Nackenheim ist einen Schritt weiter gekommen. Die Verbandsgemeinde hat für knapp 42 000 Euro das Gelände für das Vorhaben erworben. Das Areal befindet sich in der Zufahrt zum B 9-Zubringer zwischen Bodenheim und Nackenheim, gegenüber der Bauunternehmung Lang. Es gehörte vorher dem Landesbetrieb Mobilität (LBM). „Die Fläche ist 7200 Quadratmeter groß; nebenan ist der Wertstoffhof untergebracht“, verdeutlicht Bürgermeister Dr. Robert Scheurer (CDU). Das entsprechende Bebauungsplanverfahren der Ortsgemeinde Bodenheim, „Spatzenmühle“, befindet sich noch bis 30. Mai in der frühzeitigen Unterrichtung der Öffentlichkeit.
Foto: hbz Sammer/Bahr
Zuschuss vom Land
Die Machbarkeitsstudie (Kosten: 10 000 Euro) habe ergeben, dass das Gelände für die Bedürfnisse der beiden Feuerwehren, die sich zusammenschließen werden, geeignet sei. Nun soll ein Architekt das Feuerwehrhaus überplanen und die genauen Kosten ermitteln; dieser Auftrag muss EU-weit ausgeschrieben werden. Hinsichtlich der zu erwartenden Kosten des Großprojektes sind in der Studie keine Aussagen getroffen worden, sie werden auf einen höheren einstelligen Millionenbetrag hinauslaufen.
 
Scheurer hofft auf einen Zuschuss vom Land; im Juli führt er Gespräche mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD). Er ist optimistisch, denn das Innenministerium sehe den Zusammenschluss der beiden Wehren an einem Ort durchaus als „Modellprojekt für Rheinland-Pfalz“. Fakt ist, dass insbesondere der Standort im Bodenheimer Ortskern wegen der engen Gassen verkehrstechnisch bei der An- und Abfahrt problematisch ist. Das Nackenheimer Domizil der Wehr wiederum lässt energetisch zu wünschen übrig. Vom neuen Standort aus sind beide Ortsgemeinden in den vorgeschriebenen acht Minuten erreichbar.
 
Auch der Landkreis wird sich teilweise an der Finanzierung beteiligen, weil Einrichtungen wie sein Gerätewagen „Gefahrstoff“ in dem Neubau unterkommen. Ansonsten finden sich dort neben der Fahrzeughalle unter anderem die Schlauchpflegeeinrichtung, bis dato noch in Nierstein untergebracht, die Atemgerätewerkstatt, die Einsatzkleidungspflege, Lager, Unterrichts- und Aufenthaltsräume sowie die Einsatzzentrale. Seither waren diese Einrichtungen auf verschiedene Standorte verteilt.
 
Die beiden Wehren verfügen jeweils über 50 Aktive und haben schon vor Jahren unter Leitung von Alfred Kimmes das Zukunftsprojekt „2020“ mit dem gemeinsamen Haus angestoßen. Bereits jetzt üben die Aktiven zusammen, auch die Jugendwehren kooperieren.
 
„Einen gemeinsamen Förderverein wird es ebenfalls geben“, kündigt Bernward Bertram, der designierte VG-Wehrleiter, an. Was aus den derzeitigen Feuerwehrhäusern in den Ortskernen wird, ist noch unklar. Die Grundstücke gehören den Ortsgemeinden, die Gebäude der Verbandsgemeinde.
 
Da die Verwaltung immer mehr Aufgaben übernimmt und Personal benötigt – genannt seien die Bauleitplanung für drei Kitas und Neubaugebiete sowie das Energiemanagement –, würde sich Scheurer einen Erweiterungsbau des VG-Rathauses an der Stelle der jetzigen Bodenheimer Feuerwehr wünschen. „Da müssen wir uns städtebaulich sehr genau Gedanken machen, das Gelände liegt schließlich an zentraler Stelle“, entgegnet Bodenheims Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD).
 
Seitens Bodenheim bestehe „großes Interesse, eventuell eine Kombinutzung“ der Immobilie durch Orts- und Verbandsgemeinde anzustreben. Die Amtskollegin aus Nackenheim, Margit Grub (CDU), verweist darauf, dass die Ortsgemeinde erst einmal die Kosten für das alte Feuerwehrhaus aufbringen müsste, das sei vorerst noch Zukunftsmusik.
 
 
ZEITPLAN
Im Juni 2016 soll der VG-Rat die europaweite Ausschreibung der Planung und Kostenentwicklung beschließen.
2017 stehen Planung und Erstellung des Bauantrages an. 
Frühestens 2018 erster Spatenstich; 2019 Einzug.

Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG