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02.11.2016, 10:05 Uhr | AZ Mainz/Pascal Widder
Seit 40 Jahren für den sozialen Zweck
AZ vom 26.10.2016
MARTINSMARKT Veranstaltung am ersten Sonntag im November hat sich im Laufe der Zeit fest etabliert
 
BODENHEIM - „Es gab damals noch nicht viele Weihnachtsmärkte. Die Leute hatten keine Alternative“, sagt Petra Achatz. Doch dass der heutige Martinsmarkt der CDU sich so etabliert und in diesem Jahr seinen 40. Geburtstag feiern kann, damit hat selbst die damals 17-Jährige nicht gerechnet, als sie 1976 zusammen mit anderen Mitgliedern der Jungen Union die Veranstaltung ins Leben rief. „Es ist schön zu sehen, wie sich der Markt entwickelt hat“, erzählt Achatz mit Stolz.
 
Seit stolzen 40Jahren hilft Petra Achatz mit, den Martinsmarkt zu organisieren. Foto: hbz/Jörg Henkel
Die heute 61-Jährige erinnert sich gerne zurück: „Wir waren eine rührige Truppe, wollten etwas Neues etablieren und was für den Ort tun“, sagt sie und meint damit nicht nur den Weihnachtsmarkt an sich, sondern auch den Erlös, der jedes Jahr einem sozialen Zweck im Dorf zufließt. „Im ersten Jahr hatten wir den 50 ältesten Bodenheimern eine kleine Freude bereitet“, weiß Achatz noch ganz genau. Den Zeitungsartikel über den damaligen Markt hat sie fein säuberlich abgeheftet zu Hause.
 
Während der soziale Aspekt blieb, hat sich anderes wiederum mit der Zeit sehr verändert: Statt ausschließlich Selbstgebasteltes zu verkaufen, wurden Hobbykünstler ins Boot geholt. Statt die Veranstaltung ausschließlich im Dolleskeller stattfinden zu lassen, führte der starke Besucherzuspruch dazu, dass man die Veranstaltung auf das ganze Dolles-Areal ausdehnte. Und statt der Jungen Union übernahm 1985 die damals noch existierende Frauen-Union die Organisation der Veranstaltung. Viele Jahre unter der Federführung von Petra Achatz.
 
Die größte Änderung gab es jedoch Mitte der 1980er-Jahre, als die Besucherzahlen rückläufig waren. „Damals gab es plötzlich immer mehr Weihnachtsmärkte“, erinnert sich Achatz. Also wurde der Markt, der immer am ersten Advents-Wochenende stattfand, auf den Buß- und Bettag vorverlegt. Doch als der Feiertag 1995 gestrichen wurde, musste wieder ein anderes Datum her. Die Lösung: der erste Sonntag im November und die Umbenennung in Martinsmarkt. Der Bezug zu Weihnachten wurde beibehalten.
 
Ob es den Martinsmarkt weitere 40 Jahre geben wird, davon ist aber selbst Petra Achatz nicht überzeugt. Der Grund: Von Jahr zu Jahr wird es schwieriger, genügend Helfer zu finden. „Es gibt zwar noch einige, die schon seit Anfang an dabei sind, aber wir könnten Jüngere gebrauchen.“ Achatz selbst hat sich vor zwei Jahren „aus der vordersten Front“, wie sie es nennt, zurückgezogen. Doch so lange es den Martinsmarkt gibt, will sie ihre Erfahrung einbringen. Und das sind immerhin stolze 40 Jahre.
 
PROGRAMM
Der Bodenheimer Martinsmarkt findet am Sonntag, 6. November, zwischen 11 und 17 Uhr im Rathausinnenhof der Verbandsgemeinde und im Bürgerhaus Dolles statt.
 
Als Besonderheit wird die Bodenheimer Autorin Birgit Loos eine Lesung halten. Außerdem wird erstmals das Jugend-Blasorchester spielen. Auch das im vergangenen Jahr so beliebte Pony-Reiten und eine Tombola wird es wieder geben.
 
An wen der Erlös geht, ist noch unklar. „Das wird immer kurzfristig festgelegt“, berichtet Petra Achatz.


Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG
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