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05.12.2016, 22:32 Uhr | AZ Mainz/Kathrin Damwitz
Sportstätte "Harle" ist vom Tisch
Verfahren dauert viel zu lange
"Mit dem Bau einer neuen Halle für den Turnverein am Bürgel könnte erstmals der notwendige Bedarf an Sportstätten gedeckt und gleichzeitig die erste Phase der schrittweisen Verlagerung aller Sportstätten an den Bürgel eingeleitet werden", erläutert FWG-Fraktionsvorsitzender Franz-Josef Kerz. Sein Vorschlag: "Durch einen Geländetausch des gemeindeeigenen südlichen Grundstücks, das längs der ,Langen Ruthe' verläuft, mit dem im Privatbesitz befindlichen Grundstück nördlich dieser Gemeindefläche, kann eine Zufahrt zu den hinteren Flächen am östlichen oder westlichen Rand ermöglicht werden." Damit habe die Gemeinde Zugang zu ihrer zusammenhängenden Fläche des Sportparks Bürgel. 
Foto:CDU Bodenheim
Und der Turnverein erhalte endlich eine neue Trainingsstätte. Das Verfahren ziehe sich schon viel zu lange hin. "Die Vereine müssen mal weiterkommen", findet Kerz. Er habe mit dem Besitzer der bislang nicht verkauften Fläche im Bürgel gesprochen, "nachverhandelt" und ihm den Vorschlag des Geländetauschs unterbreitet. Dieser sei offenkundig auf fruchtbaren Boden
gefallen. Dass die SPD bei der öffentlichen Haupt- und Finanzausschusssitzung in der vergangenen Woche die Kehrtwende von der "Harle" zum "Bürgel" vollzogen habe, wundere ihn schon, sagte Kerz.
Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) erklärte dazu im Gespräch mit der AZ, eine Sportanlage im Bereich "Harle" wäre billiger und damit der "Plan A" der Verwaltung gewesen. Doch da sich dort ein Grundstücksbesitzer "grundsätzlich weigere", zu verkaufen, sei dieses Ansinnen vom Tisch. Nun komme "Plan B" am Bürgel zum Zuge, für den Ortsbürgermeister "städtebaulich und funktional nicht optimal". Die Variante "Harle" hätte er als nachhaltiger erachtet; sie wäre fast kreditfrei finanzierbar gewesen – durch Vermarktung der gemeindeeigenen Grundstücke am "Bürgel" als Gewerbeflächen. Mit diesem Verkauf hätte die Gemeinde gleichzeitig eine "dauerhafte Einnahmesicherung" erreicht. Für die Sportstätten am "Bürgel" müssen nun rund 3,2 Millionen Euro an Krediten aufgenommen werden. Bebaut werden kann hier nur abschnittsweise, sagt Becker-Theilig, schließlich habe die Gemeinde auch noch zwei neue Kitas zu finanzieren.
Wolfgang Kirch (CDU) sieht die neue Entwicklung mit gemischten Gefühlen. Das einzige Areal, das die Gemeinde für den Sportstättenbau besitze, liege nun mal am Bürgel. Allerdings sei der Grundstückstausch mit dem Besitzer der Restfläche noch nicht in trockenen Tüchern. Kirch plädiert dafür, Leichtathletikanlagen und Mehrzweckhalle im hinteren Bereich des Bürgel anzusiedeln, Halle und Freiflächen am Guckenberg zu nutzen. Auf längere Sicht sei eine einzige zentrale Sportstätte am Bürgel sinnvoll; deshalb dürfe dort nicht zu viel Grund und Boden als Gewerbefläche verkauft werden. Die Freiflächen am Guckenberg sollte die Gemeinde für Wohnbebauung vermarkten.

Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG