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16.02.2017, 08:01 Uhr | AZ Mainz/Beate Nietzel
Erste Halle soll am Bürgel entstehen
AZ vom 16.02.2017
RAT Pläne zur Sportstättenentwicklung in Bodenheim gegen CDU-Stimmen beschlossen
 
Nach einer von CDU-Fraktionssprecher Wolfgang Kirch erbetenen, rund viertelstündigen Sitzungspause war klar: Die Opposition im Bodenheimer Rat zieht – wie auch die FWG – in Sachen Sport- und Gewerbeanlage Bürgel nicht mit. So wurden Grundsatz- und Aufstellungsbeschluss zur künftigen Sportstättenentwicklung, die Vergabe der Planungsleistungen für Bebauungsplan und Erschließung sowie ein vereinfachtes Umlegungsverfahren mit der 13-stimmigen Mehrheit der SPD beschlossen. Wie berichtet, sollen die örtlichen Sportanlagen aufgeteilt werden auf den jetzigen Standort Guckenberg und den künftigen am Bürgel; die Pläne sehen für Letzteren den Bau einer Halle und eines Sportplatzes vor.
 
Foto: CDU Bodenheim
Anträge der Opposition finden keine Mehrheit
 
Auch der von CDU-Sprecher Kirch erläuterte Antrag, der Bebauungsplan möge dergestalt geändert werden, dass nur die noch private Fläche im Bürgel in Gewerbefläche umgewandelt und an die "Lange Ruthe" verlegt und der Privateigentümer an den Kosten der Erschließung beteiligt werde, sodass die Fläche für den Sport größer sei, scheiterte an der SPD-Mehrheit. Dennoch, so Kirch, nehme die CDU "mit Genugtuung zur Kenntnis, dass die SPD nach langem Zögern, Drehen und Wenden nun offenbar ihren Frieden damit gemacht hat, dass ein von der CDU geplantes Vorhaben sich endgültig als das Bessere herausgestellt hat." Nicht akzeptieren aber könne man die Umwandlung von 50 Prozent der Fläche des Bürgel-Areals in Gewerbefläche und deren Verkauf: "Wir geben Gemeindegelände vorzeitig aus der Hand, ohne über Alternativen zur Gewerbenutzung beraten zu haben." Michael Leber (FWG) bezeichnete den Runden Tisch als "nicht viel mehr als eine Alibi-Veranstaltung", da den Vereinen, zumal TVB und VfB, die Entscheidung "quasi abgenommen" worden sei. "Die jetzige Lösung hätte man schon viel früher haben können", so Leber, letztlich habe die Verwaltung "viel Zeit und Geld verschwendet."
 
Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) erläuterte, dass die Vertreter der Sportvereine am "Runden Tisch" mit neun zu einer Stimme die Aufteilung der Sportanlagen auf die beiden Standorte im Sinne der Variante A empfohlen hätten. "Wir haben jetzt 20 Jahre diskutiert", wollte er einen Schlussstrich gezogen sehen. Für die SPD beklagte Peter Kirchner, dass die Opposition erneut "ihren Sportkonzept-Hammer auspackt."
 
Bebauungsplan im Grundsatz beschlossen
 
Ortschef Becker-Theilig machte deutlich, dass der Beschluss für den Bebauungsplan im Grundsatz und im Detail nicht fest gefügt gefällt werde, sodass der Plan später "abweichend großzügiger ausfallen kann". Auch lasse die Verwaltung offen, ob es auf eine Mehrzwecksporthalle oder eine Mehrzweck-Kulturhalle hinauslaufen werde.
 
Bereits im Vorfeld hatte Becker-Theilig angekündigt, der Zeitplan für den Bau der Sportanlagen sehe die Fertigstellung der ersten Halle am "Bürgel" für Frühjahr 2018 vor. Am Bürgel muss eine Fläche von 70 000 Quadratmetern um eineinhalb Meter aufgefüllt werden – hier stünden sehr umfangreiche Erdarbeiten bevor.

Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

Stellungnahme der CDU Fraktion zur Bebauungsplanänderung am Bürgel:
www.cdu-bodenheim.de/lokal_1_1_443_Stellungnahme-zur-Bebauungsplanaenderung-am-Buergel.html