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26.06.2017, 05:52 Uhr | AZ Mainz / Helena Sender-Petry
Sieg in der Stichwahl: Dorothea Schäfer ist neue Landrätin für den Kreis Mainz-Bingen
KREIS MAINZ-BINGEN - Sie hat es geschafft. Dorothea Schäfer hat die Wahl gewonnen - und zwar mit einem grandiosen Ergebnis. Mit 65,1 Prozent hängte sie ihren Gegenkandidaten Salvatore Barbaro ab, der gerade einmal 34,9 Prozent bei der Stichwahl am Sonntag erreichte. Dass die Wahlbeteiligung mit 32,8 Prozent beschämend war, interessierte die CDU nur am Rande. Hauptsache gewonnen, ihre Kandidatin ist ab Oktober die Landrätin im Kreis Mainz-Bingen.
 
Dorothea Schäfer (CDU) und ihr Vorgänger Claus Schick. Foto: Thomas Schmidt
Schon früh am Abend sank die Stimmung der Genossen im Kreistagssaal gegen Null, jedesmal, wenn ein Ergebnis aus einer der 66 Gemeinden auf dem Leinwand erschien, wurde die Ahnung zur Gewissheit, dass Salvatore Barbaro das Ruder nicht rumreißen konnte. Schon früh räumte der SPD-Kandidat gegenüber der AZ seine Niederlage ein. Mit einer gewissen Bitterkeit analysierte er die SPD-Strategie für den Wahlkampf: "Es war falsch auf Kreisthemen zu setzen. Ob Wohnungsbau oder die Modernisierung der Verwaltung, die Menschen bewegten eben andere Dinge." Er werde sich auch weiterhin als SPD-Kreisvorsitzender für Mainz-Bingen engagieren und mit Blick auf den Kreistag konstruktiv mitarbeiten. Ob Landrat Claus Schick oder SPD-Fraktionssprecher Ralph Spiegler, alle Sozialdemokraten im Saal mussten frühzeitig die Niederlage akzeptieren. "Das Ergebnis ist eindeutig", stellte Schick lapidar fest.
 
Parteifreunde warten auf die Siegerin
 
Doch wo bleib die Siegerin? Wann würde Dorothea Schäfer in Ingelheim eintreffen? Dass sie sich erst dann vom heimischen Gau-Bischofsheim auf den Weg machen würde, hatte sie schon vor Tagen angekündigt. Im Foyer warteten ihre Parteifreunde mit Blumen, telefonierten mit ihr, "es dauert noch ein bisschen", verriet Ingeborg Rosemann-Kallweit, die stellvertretende CDU Kreisvorsitzende. Doch dann war sie da, glücklich und auch ein bisschen sprachlos. Mit großem Jubel wurde sie empfangen, auch die Genossen, allen voran Salvatore Barbaro, gratulierten einer strahlenden Dorothea Schäfer. Es war ein großer Tag für die Christdemokraten.
 
"In gewisser Weise hat sich für mich ein Lebenstraum erfüllt. Ich freue mich auf diese tolle Aufgabe." Wer sie kennt, weiß, wie hartnäckig sie ihre Ziele verfolgt. "Ja. Es ist richtig. Dieses Amt habe ich seit zehn Jahren fest im Blick", lacht sie im AZ-Gespräch. Ob sie den Bürostuhl von Schick übernimmt? "Das ist noch nicht entschieden", lässt sie sich sehr charmant und mit einem Lächeln auf diese Scherzfrage ein.