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05.08.2017, 05:59 Uhr | AZ Mainz / Kathrin Damwitz
Bodenheim bringt Sport- und Veranstaltungsstätte sowie Gewerbegebiet auf den Weg
BODENHEIM - Nach fast 20 Jahren teilweise erbitterter Diskussionen hat der Gemeinderat am Mittwochabend die Planungen für die neue Sportanlage mit angegliedertem Gewerbegebiet am "Bürgel" auf den Weg gebracht. Die Sportflächen inklusive der für Großveranstaltungen geforderten 276 Parkplätze sind 32 000 Quadratmeter groß, die Gewerbeflächen 26 000. Der erste Bauabschnitt (Turn- und Sporthalle) kostet 3,06 Millionen Euro, der zweite (daran anknüpfend Dreifeld-Sporthalle) 4,90. Im dritten Bauabschnitt entsteht der Sportplatz (1,78 Millionen). Die Gemeinde möchte im Februar oder März 2018 mit dem Bau des ersten Abschnitts beginnen, wenn Bauantrag, sämtliche Zuschüsse und die Änderung des Flächennutzungsplans grünes Licht erhalten haben. Fertigstellung soll im September 2018 sein. Die Halle, die in zwei Schritten entsteht, soll auch für kulturelle Veranstaltungen und für die Volkshochschulkurse sowie von sämtlichen sporttreibenden Vereinen in Bodenheim genutzt werden.
 
In der Sondersitzung des Rates fiel zunächst bei einer Enthaltung (SPD) ein Grundsatzbeschluss für die Planung des Sportstättenstandortes im "Bürgel". Der anschließenden Änderung des Bebauungsplans stimmten CDU, FWG und FDP nicht zu. Die SPD brachte sie mit ihrer Mehrheit auf den Weg. Martin Acker (CDU) begründete das "Nein" damit, dass es seine Fraktion lieber gesehen hätte, Flächen für weitere Sportanlagen frei zu halten, als das Teilstück an der "Langen Ruthe" als Gewerbefläche zu vermarkten.
 
Unter anderem war in der Änderung der Geltungsbereich auf den westlichen Wirtschaftsweg ausgedehnt worden, das Sondergebiet "Sportanlagen" wurde Richtung Süden erweitert. Entlang der Straße "Lange Ruthe" werden Parkplätze ausgewiesen, die die Besucher der Sportveranstaltungen und kulturellen Events in der neuen Halle nutzen sollen. Der Hallenarchitekt Daniel Dillig (Simmern) und Landschaftsarchitektin Heike Dillenberg (Büro Gutschker und Dongus, Odernheim) präsentierten dem Rat ihre Planungen.
 
Einige Details: Die Halle verfügt über rund 1000 Sitzplätze und eine Bühne; das Obergeschoss besteht im Wesentlichen aus der Tribüne für alle Hallenbereiche und auch für außen. Die Vorstellungen der Vereine und des Gemeinderates vom "Runden Tisch" seien eingeflossen, sagte Dillig. Es entstehe eine Sportstätte mit vier Feldern für Wettkämpfe und Training, gleichzeitig fungiere diese als Veranstaltungshalle für kulturelle Ereignisse. Die 10,60 Meter hohe Stahl-Beton-Halle werde industriell gebaut und dadurch sehr wirtschaftlich zu betreiben sein.
 
Eine separate Sprunggrube, die der Turnverein nutzen möchte, finanziert dieser; die Kosten sind mit rund 100 000 Euro veranschlagt. Ratsmitglied Dr. Holger Kalbitz (SPD) mahnte, mit dem Verein eine Nutzungs- und Kostenvereinbarung zu schließen.
 
SPD lobt die Verwaltung
 
Für die SPD bescheinigte Sprecher Dirk Müller Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) und dem Ersten Beigeordneten Thomas Glück (SPD), einen "sehr guten Job" gemacht zu haben. Die Planung für die Sport- und Veranstaltungsstätte stelle eine "sehr gute Lösung" dar. Wenngleich er mit Wehmut an den besser geeigneten Standort "Harle" denke, der nicht realisiert werden konnte. Thomas Becker-Theilig wies darauf hin, dass der Ratsbeschluss ein Meilenstein sei und zwei Jahrzehnte Debatten beende. Die Sportstätten sind damit auf zwei Standorte aufgeteilt: wie seither am "Guckenberg" und neu am "Bürgel".

 
Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main Gmbh & Co. KG