06.10.2017, 08:38 Uhr | AZ Mainz/Kathrin Damwitz
Thomas Barth (CDU) aus Stadecken-Elsheim rückt für Dorothea Schäfer in Landtag nach
Vom Klassensaal ins Abgeordnetenhaus: Ortsbürgermeister Thomas Barth sitzt künftig für die CDU im Mainzer Landtag. Der Studiendirektor rückt damit für Dorothea Schäfer nach, die seit 1. Oktober Landrätin im Kreis Mainz-Bingen ist. Barth unterrichtete bis Freitag am Alzeyer Elisabeth-Langgässer-Gymnasium Französisch und Spanisch, Italienisch bot er als AG an. Mit dem Wechsel in den Landtag widmet sich der 40-Jährige, der seit 2014 Ortsbürgermeister ist und dieses Ehrenamt auch weiter ausüben wird, nunmehr hauptberuflich der Politik.
 
Ein letztes Frühstück mit dem Spanischkurs im Alzeyer Elisabeth-Langgässer-Gymnasium. Lehrer Thomas Barh ist seit 1. Oktober Mitglied der Landtages, wo er sich der Bildungspolitik widmen will. Foto: photoagenten/Carsten Selag
Er freut sich auf die neuen Aufgaben, sagt Barth, der mit Leidenschaft als Lehrer gearbeitet hat und den Kontakt zu seinen Schülern und Kollegen weiter halten möchte. "Ich komme bestimmt zur Weihnachtsfeier des Kollegiums, und auch bei der Abiturfeier des Langgässer-Gymnasiums möchte ich dabei sein", kündigt er an. Die Bildungspolitik liegt ihm von Berufs wegen am Herzen, und er hofft, dass er den CDU-Sitz im Bildungsausschuss von seiner Vorgängerin übernehmen kann.
 
Auch die Ausschüsse für Inneres und für Europa des Landtages würden ihn interessieren, "das habe ich unserem Fraktionsgeschäftsführer Martin Brandl auch so mitgeteilt". "Meine erste Fraktionssitzung wird am 18. Oktober sein, am 25. Oktober nehme ich erstmals an einer Landtagssitzung teil", berichtet der Politiker.
 
Was die Debatte um eine weitere weiterführende Schule am Standort Nieder-Olm anbelangt (die AZ berichtete), so sieht Barth die Auffassungen seiner Partei bestätigt. "Wir haben stets gefordert, dass für die Schüler, die von der IGS abgelehnt werden, ein vernünftiges Angebot vor Ort vorgehalten werden muss", erläutert er. Die stundenlangen Anfahrten quer durch den Landkreis zu Realschulen in Wörrstadt, Ingelheim, Nierstein seien de n Schülern nicht zuzumuten. Eine Realschule mit angegliederter Fachoberschule als "hervorragendem Alleinstellungsmerkmal" könne sich in Nieder-Olm profilieren, ist Barth überzeugt. Denn: "Wir brauchen nicht nur Abiturienten." Für ihn ist im Bildungswesen die Differenzierung der "Königsweg", denn es seien nun einmal nicht alle Schüler gleich.
 
Landkreisweit möchte er Sprechstunden anbieten, damit Bürger Anliegen vorbringen können. Ein Hauptanliegen von Barth, für das er sich in Mainz einsetzen möchte, ist die Ortsumgehung für Stadecken-Elsheim. Da die seitherige Planung zeitlich ihren Zenit überschritten hat, muss eine neue her, und Barth hofft, dass sich ihm als Abgeordnetem die Türen im Verkehrsministerium leichter öffnen denn als Ortsbürgermeister. Die vom Land vorgeschlagene ortsnahe Variante der Umgehung jedenfalls lehnt der Gemeinderat einhellig ab. "Knackpunkt bleibt die Selzquerung, aber dafür muss sich doch eine Lösung finden, mittlerweile ist der Landesbetrieb Mobilität Koblenz mit im Boot", informiert Barth, der sich bewusst ist, dass er in dieser Sache dicke Bretter bohren muss.
 
VITA
Thomas Barth wurde 1977 in Mainz geboren und wuchs in Stadecken-Elsheim auf, wo er heute mit Ehefrau und drei Kindern (ein Sohn, 8, Tochter und Sohn, je 6) lebt. 
 
Er studierte in Mainz Französisch, Italienisch, Spanisch auf Lehramt und lernte bei einem Auslandssemester in Malaga/Spanien seine spätere Ehefrau kennen.
 
Sein Referendariat machte er 2004 bis 2006 am Eleonorengymnasium Worms.
 
Seit 2006 unterrichtete er am Elisabeth-Langgässer-Gymnasium in Alzey Französisch und Spanisch. Der Studiendirektor leitete die Mittelstufe und war unter anderem für die Schulbuchausleihe und besondere Fremdsprachenprüfungen zuständig. 
 
Als die CDU-Landtagsabgeordnete Dorothea Schäfer im Juni zur Landrätin im Kreis Mainz-Bingen gewählt wurde, rückte Barth für sie in den Landtag nach.
 
Er sitzt weiter im Verbandsgemeinderat und Kreistag und bleibt Ortsbürgermeister.
 
Sein erster offizieller Termin als Landtagsabgeordneter war die Teilnahme an den Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Mainz.
Landkreisweit soll es Sprechstunden geben.


 
Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main Gmbh & Co. KG
 
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