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20.07.2016, 07:10 Uhr | AZ Mainz/Dieter Oberhollenzer
Tauziehen um Bodenheimer Sportstätten geht weiter
Heike Hermes (Vorsitzende CDU-OV Bodenheim) und Wolfgang Kirch (Fraktionsvorsitzender) im Gespräch mit Dieter Oberhollenzer (AZ Mainz)
Der CDU-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kirch sieht noch Chancen, den „Bürgel“ zu entwickeln.
In Bodenheim geht das Tauziehen um die Sportstätten-Realisierung in die nächste Runde. Die CDU-Opposition warnt nachdrücklich davor, den bisherigen Standort „Bürgel“ vorschnell aufzugeben und sich auf das neue Entwicklungsgebiet „Harle“ zu konzentieren. „Das wäre fahrlässig“, unterstreichen der Fraktionsvorsitzende Wolfgang Kirch und die Ortsverbandsvorsitzende Heike Hermes im Gespräch. Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) kündigt gegenüber der AZ an, noch vor seinem Urlaub ein umfassendes Sportkonzept vorzulegen. Die Überraschung: Der „Bürgel“ bleibt im Rennen.

Wegen eines noch fehlenden zentralen „Bürgel“-Grundstücks hat der Ortsbürgermeister vor wenigen Tagen im Gemeinderat eine Kehrtwende bekanntgegeben. Die neue Bodenheimer Sportanlage mit Dreifeld-Halle, Gymnnastik- und Turnhalle sowie 400-Meter-Rundlaufbahn soll im Entwicklungsgebiet „Harle“ realisiert werden. Die CDU, im Rat mit ihrem Antrag für eine erneute juristische Überprüfung einer Enteignung gescheitert, kämpft unverdrossen weiter um „Bürgel“; will sich aber grundsätzlich anderen „guten und wirtschaftlichen Lösungen“ nicht verschließen.
 
Foto: CDU OV Bodenheim
Der Fraktionsvorsitzende Kirch schlägt eine „abgespeckte Variante“ sowie eine „schrittweise Bebauung“ auf den in Gemeindebesitz befindlichen „Bürgel“-Grundstücken vor: „Wir fangen eben von hinten an, mit dem Bau einer Sport- und Festhalle.“ Denn das weiter wachsende Bodenheim und besonders die Sportvereine bräuchten „eine schnelle Lösung“. Eine zeitnahe Realisierung im Gebiet „Harle“ sieht die CDU dagegen nicht gewährleistet, wegen der noch offenen Grundstücksfragen und auch wegen des Wohngebiets in direkter Nachbarschaft. Und wörtlich fügt Wolfgang Kirch hinzu: „Am Bürgel müssen alle Möglichkeiten ausgelotet werden. Ein frühzeitiges Umschwenken auf das Gebiet Harle, das Aufgeben des alten Standortes wäre fahrlässig.“
 
Auf Ablehnung bei den Christdemokraten stoßen auch Überlegungen, auf dem „Bürgel“-Sportareal ein weiteres Gewerbegebiet auszuweisen. Kirch: „Wir sehen die Gefahr, dass dort eine weitere Riesen-Logistikhalle entstehen könnte.“ Die CDU befasst sich in ihrem aktuellen Flyer mit dem Gewerbestandort Bodenheim und verweist auf die von ihr immer wieder geforderte und inzwischen auch erfolgte Ausweisung von Ansiedlungsflächen für klein- und mittelständische Betriebe.
 
Vor seinem Sommerurlaub möchte Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig das modifizierte Bodenheimer Sportkonzept mit Finanzierung öffentlich vorstellen. Im Mittelpunkt steht dabei der neue Standort „Harle“. Der Ortsbürgermeister räumt ein, dass es auch dort bei einem Grundstückseigentümer „erkennbaren Widerstand“ gebe. Und jetzt kommt wieder der „Bürgel“ als Alternative ins Spiel: Becker-Theilig, der von seinem Plan B spricht, kann sich auf dem Areal eine Teilentwicklung von Sportflächen vorstellen – mit dem Bau einer Halle „in zweiter oder dritter Reihe“.
 
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