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02.09.2016, 06:54 Uhr | AZ Mainz/Kathrin Damwitz
Debatte um Blumenpyramiden
AZ vom 02.09.2016
CDU-ANFRAGE Ortsbürgermeister Becker-Theilig macht Angaben zu Kosten und spricht von „unnötiger“ Diskussion
 
BODENHEIM - Die bunt bepflanzten Blumenpyramiden, die an vielen Stellen im historischen Ortskern aufgestellt wurden, rufen Diskussionen hervor. Sie waren Gegenstand einer CDU-Anfrage im Ortsgemeinderat und teils heftiger Debatten in den sozialen Netzwerken wie „Facebook“.
 
Bei Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) löst dies nach eigenen Angaben „zunehmend Unverständnis“ aus. Die Diskussion sei aus seiner Sicht „unnötig“, sagte Becker-Theilig der AZ, weil sie die Bürger verunsichere und falsche Sachverhalte suggeriere. Die im Ort verbreiteten Angaben mit Kosten von je 5000 Euro je Pflanz-Pyramide seien falsch. Die einmaligen Anschaffungskosten einer Pyramide (754 Euro) bei einer angenommenen Lebenszeit von 15 Jahren ergebe eine jährliche kalkulatorische Aufwandsbelastung von etwa 50 Euro, die jährlichen Bepflanzungskosten betragen rund 300 Euro. Dazu komme das Gießen und Düngen, das Personalkosten des Bauhofes nach sich ziehe. „Somit entstehen kalkulatorische Kosten je Pyramide zwischen 450 bis 500 Euro im Jahr“, erläutert Becker-Theilig. Die Bevölkerung habe sich bei der Befragung zur Ortskernsanierung auf jeden Fall mehr Grün gewünscht, daran erinnert der Ortsbürgermeister.
 
Die "Pyramiden des Anstoßes", hier üppig bepflanzt vor dem Rathaus stehend. Foto: hbz/Jörg Henkel
„Größtenteils positive Reaktionen“
 
Zu den neuen Pflanzpyramiden, die an markanten Orten wie vorm historischen Rathaus aufgebaut wurden, habe er „größtenteils positive Reaktionen aus der Bürgerschaft, aber auch von Bürgern umliegender Gemeinden und von Betreibern örtlicher Gastronomiebetriebe und deren Gästen“ erhalten.
 
Die CDU-Gemeinderatsfraktion hatte unter anderem wissen wollen, wer die Standorte der Pyramiden überhaupt festgelegt habe. Becker-Theilig informiert dazu, dass er im Rahmen des „Geschäftes der laufenden Verwaltung“ Standorte mit dem Leiter des Bauhofs ausgeguckt habe. Schon allein durch verkehrsrechtliche Vorgaben (Abstandsmaße, Mindestmaße an Gehwegbreiten) sei die Anzahl möglicher Orte begrenzt. Das Ordnungsamt habe die Informationen über die Aufstellungen erhalten. Weiterhin stellt der Ortsbürgermeister klar, dass der Fachausschuss in Sachen Ortssanierung nicht übergangen worden sei. Denn dessen Festlegungen zur Straßenmöblierung gelten nur für fest installierte Objekte wie etwa Ruhebänke. Die Pflanzpyramiden hingegen seien nur periodisch verwandte Elemente, die im Herbst geräumt und im Bauhof eingelagert würden. Im Übrigen gebe es für sämtliche Straßenmöblierungsgegenstände keinerlei Zuschüsse im Rahmen der Städtebauförderung. CDU-Fraktionsvorsitzender Wolfgang Kirch erläuterte auf AZ-Anfrage, seine Partei habe die Kosten der Maßnahme genauer beleuchten wollen. Auch habe er eine „gewisse Diskussion“ anstoßen wollen, unter anderem hinsichtlich der Arbeitsbelastung des Bauhofs (in der Antwort der Anfrage heißt es, das Wässern der Blumen sei mit dem bestehenden Personal leistbar). „Die Antworten liegen vor, nun kann jeder Bürger die Sache selbst bewerten und sich eine Meinung bilden“, resümierte Kirch abschließend.

Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG


Anfrage der CDU Fraktion:
www.cdu-bodenheim.de/lokal_1_1_387_Anfrage-der-CDU-Gemeinderatsfraktion-wegen-Blumenpyramiden.html

 
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