Presse
02.12.2015, 07:22 Uhr | Jürgen Strickstrock
Gemeinde beschenkt sich selbst
AZ vom 02.12.2015

BODENHEIM. Nach fünf Monaten Bauzeit wurde der neu gestaltete Rathausplatz eingeweiht. Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) übergab ihn im Rahmen einer kleinen Feierstunde vor zahlreichen Teilnehmern seiner Bestimmung. In seiner Festrede merkte er an, dass der beginnende Advent eine „Zeit der Geschenke“ sei.
Neben dem sanierten Rathausplatz könnten weitere Projekte als „Geschenke“ für die Gemeinde betrachtet werden: die Ortsrandstraße, das Neubaugebiet Leidhecke und schließlich der reparierte Aufzug im Bahnhofsgelände. 

Zum eigentlichen Anlass der Feier erinnerte Becker-Theilig daran, dass die jetzt so schön gestaltete Fläche vor dem historischen Rathaus bereits 1992 im Rahmen der damaligen Dorferneuerung „aufwändig und grundhaft“ saniert wurde. Das Ergebnis hatte allerdings nur wenige Jahre Bestand. Das aus optischen Gründen verwendete Natursteinpflaster wies schon bald erhebliche Schäden auf. Heute wisse man, dass für stark befahrene Flächen Betonsteinpflaster und auch Natursteinpflaster nicht geeignet seien.

Auch seien damals Fehler im Untergrundaufbau und im Fugenverguss gemacht worden, erklärte Becker-Theilig. Die Gemeinde habe sich schon ab 2000 um die Finanzierung einer erneuten Sanierung bemüht, dies aber wegen fehlender Mittel nicht geschafft. Erst mit dem Einstieg in die Städtebauförderung und der verbesserten Finanzlage konnte die Gemeinde in die konkrete Planung einsteigen.

An den Rändern des Platzes wurde nunmehr auf 700 Quadratmetern Betonsteinpflaster verlegt. Die mit Natursteinen ausgelegte Fläche umfasst immerhin 120 Quadratmeter, die Asphaltfläche der Fahrrinne 500 Quadratmeter. Bei den Sanierungsarbeitenwarenerhebliche Schwierigkeiten zu beachten, wie vor allem der Schutz der Hauptwasserleitung im Untergrund und die Anordnung der vielen Leitungsquerungen. Über den Rathausinnenhof musste der ehemalige, zwei Tonnen schwere Tresor der Verbandsgemeinde aus dem Keller des benachbarten Hauses Friesenecker weggeschafft werden. Hierfür wurde im Vorgriff auf die ohnehin anstehende Sanierung des Hauses der ehemalige Kellerausgang freigelegt und der hier platzierte Internet-Schaltkasten umgesetzt.

Weiteres Mobiliar

Der Bürgermeister teilte mit, dass vorsorglich für künftige Marktstände Leerrohre für Wasser- und Stromanschlüsse verlegt wurden. Die Gesamtkosten betragen nach Angaben des Planungsbüros 280 000 Euro. Der CDU-Ortsverband bedauerte in einer schriftlichen Erklärung, dass die von der CDU-Fraktion im Rat eingebrachten Vorschläge zur Kostensenkung nur teilweise umgesetzt worden seien. Becker- Theilig teilte mit, dass neben einem gepflasterten Podest und neuen Alufahnenmasten weiteres Mobiliar geplant sei, wie eine Sitzgruppe und Blumenkübel.

Die Erinnerungstafel an die frühere jüdische Synagoge werde wieder aufgestellt und die symbolischen „Stolpersteine“ würden neu verlegt.

 

NEUGESTALTUNG

Der Bürgermeister dankte allen, die an der gelungenen Neugestaltung des Platzes beteiligt waren, den Planern und dem ausführenden Tiefbauunternehmen Waldmann, dem Gemeinderat und der Verbandsgemeinde mit Bürgermeister Dr. Robert Scheurer und Sabine Mallog vom VG-Bauamt. 

Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

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