CDU Ortsverband Bodenheim
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22.02.2018, 06:31 Uhr | AZ Mainz/Kathrin Damwitz
Bodenheim will bei Verkehrskonzept nachjustieren
Die Neuregelung des innerörtlichen Verkehrs und anstehende Bauarbeiten waren Thema in der jüngsten Gemeinderatssitzung (die AZ berichtete). So teilte Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) mit, dass die drei Großprojekte "Abbiegespur zur Feuerwehr Bodenheim-Nackenheim", Sanierung der L 431 nach Mainz-Laubenheim und Bau des Kreisels Lange Ruthe/Am Kuemmerling völlig voneinander entkoppelt worden seien und nacheinander stattfänden. Dies, um zu verhindern, dass völliges Chaos ausbricht. Ende Februar wird mit dem Bau der Abbiegespur zum Feuerwehrneubau begonnen. Von Ende April bis Ende Juni findet unter Vollsperrung der Ausbau der maroden Landstraße nach Laubenheim statt; sie erhält eine neue Fahrbahndecke.
 
Die Abbiegespur auf das Gelände, wo im Sommer 2019 der Neubau der Feuerwehr Bodenheim—Nackenheim entstehen wird, soll das erste von drei Großbauprojekten sein. Archivfoto: Feuerwehr
Zweite Probephase der Verkehrsregelung gestartet
Schließlich wird Anfang September mit dem Bau des Bodenheimer Kreisels begonnen; die Kreuzung der Straßen Lange Ruthe/Am Kuemmerling wird täglich von 14 000 Fahrzeugen befahren. "Bis dahin ist auch der alte Aldi-Markt abgerissen, der durch einen Neubau ersetzt wird. Wir können das Areal des Marktes als Wendeplatz und Lager nutzen, das haben wir in Verhandlungen mit dem Konzern erreicht", informierte Becker-Theilig.
Was das Verkehrskonzept anbelange, so habe die zweite Probephase begonnen. Regelmäßig tausche sich die Ortsgemeinde mit Polizei, Verbandsgemeinde und dem Planer aus und nehme auch die Anregungen der Bürger auf. Im Mai werde eine Informationsveranstaltung für die Bevölkerung stattfinden, danach soll der Rat entscheiden, welche Maßnahmen auf Dauer bleiben. Die Mainzer Straße solle künftig von den Kindern als Schulweg genutzt werden, darauf mache die Gemeinde auch die Grundschule noch einmal aufmerksam, kündigte der Ortsbürgermeister an. Dort werde ein zweites "Berliner Kissen" installiert, um Pkws abzubremsen, und "Tempo 10" angeordnet. Möglicherweise werde der Begegnungsverkehr wieder erlaubt, dazu fänden aber zunächst Vermessungsarbeiten statt. "Wir müssen immer nachjustieren, so haben wir in der Zwerchgasse kürzlich die Fahrbahn verengt", sagte Becker-Theilig.
 
Die Polizei prüfe die Durchfahrtssituation, der Planer werde die Verkehrsbewegungen nachmessen. Die Verbandsgemeinde überwache den ruhenden Verkehr, versicherte Bürgermeister Dr. Robert Scheurer (CDU), der bei der Sitzung anwesend war. Er hatte auch angeregt, ein "nicht-amtliches" Schild aufzustellen, das zur verstärkten Nutzung der Ortsrandstraße animieren soll, Text: "Schont den Ortskern. Nutzt die Ortsrandstraße." Zahlreiche Anregungen hatten die Ratsmitglieder. Und Scheurer wies noch auf die Schwierigkeit in der Mainzer Straße hin, wo Anwohner nicht in ihre Höfe gelangen konnten und deshalb jetzt eine kombinierte Einbahn-/Sackgassenregelung angeordnet worden sei.
Auch die Ausschreibung für die Stromlieferung beschäftigte den Gemeinderat. Pro Jahr braucht die Ortsgemeinde etwa 350 000 Kilowattstrom für ihre Einrichtungen wie Kitas sowie die Straßenbeleuchtung. Das günstigste Angebot war Normalstrom ohne Anforderungen an die Erzeugungsart, doch der Gemeinderat entschied sich für 100 Prozent Ökostrom ohne Neuanlagenquote – hier wird der Neubau von Windkraftanlagen etc. nicht gefördert. Wolfgang Kirch (CDU) hatte eine Vergleichsrechnung erstellt und legte dar, dass der Ökostrom nur minimal teurer sei als der Normalstrom, er koste im Jahr 700 Euro netto mehr.
Angesichts des erklärten Willens zur nachhaltigen Energieverwendung sei dies zu vernachlässigen. "Ich finde, wir können ohne schlechtes Gewissen den etwas teureren Ökostrom kaufen", sagte Kirch und fand breite Unterstützung. Robert Scheurer empfahl den Bodenheimer Gemeinderatsmitgliedern ebenfalls "vor dem Hintergrund unseres Klimaschutzkonzeptes" den Kauf von Ökostrom ohne Anbauzulage. Einstimmig wurde dies so beschlossen.
 
IM RAT NOTIERT 
Zwei Büros werden auf Beschluss des Gemeinderates dazu aufgefordert, Angebote für die Planungsleistungen für die Großsporthalle im "Bürgel" abzugeben. Diese Ingenieursleistungen für den zweiten Bauabschnitt waren europaweit ausgeschrieben worden

Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main Gmbh & Co. KG