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06.12.2014, 07:39 Uhr
Gewerbegebiet: Hälfte der Fläche ist vermarktet
AZ vom 06.12.2014

Mehr Mittelstand für Bodenheim: Durch die Änderung des Bebauungsplans „Sport- und Gewerbeanlage Bürgel“ will die Ortsgemeinde kleinflächigem Gewerbe die Ansiedlung ermöglichen. Ein einstimmig gefasster Aufstellungsbeschluss im Gemeinderat sieht die Schaffung einer weiteren Erschließungsstraße für das Gebiet vor, in dem nun knapp 13 000 Quadratmeter für kleinparzellige Gewerbeflächen zur Verfügung stehen. Im Haushalt des kommenden Jahres sind 340000 Euro für die Anbindung an die Straße „Lange Ruthe“ eingestellt. Dem stehen, wie Ortsbürgermeister Thomas Becker-Theilig (SPD) erklärte, Einnahmen in Höhe von 840 000 Euro aus dem Verkauf von Gewerbeflächen gegenüber, wobei damit erst die Hälfte des Gebiets vermarktet ist.

Planungen seit zwei Jahren

CDU-Fraktionschef Wolfgang Kirch bemängelte, dass „der Prozess sich bereits seit zwei Jahren dahinzieht“. Erstmals sei das Thema bereits vor zwei Jahren von CDU und FWG mit einem Antrag auf die Tagesordnung gebracht worden. Nachdem ein Jahr nichts passiert sei, habe man im Dezember 2013 einen Gemeinderatsbeschluss zur Änderung des Bebauungsplans im Rat durchsetzen können. Allerdings sei der Beschluss durch die Verwaltung nicht umgesetzt worden, da, so Kirch, „für den Bürgermeister Thomas Becker-Theilig die vordergründige Aufpolierung des Gemeindehaushalts wichtiger war“. 

 

 

Keine Vergnügungsstätten

„Schön, dass Menschen ihre Meinung ändern“, hielt Kirch fest, „bei sich verändernder Faktenlage muss das immer möglich sein.“ Allerdings hätten die entsprechenden Fakten bereits vor zwei Jahren vorgelegen. Dem widersprach indes der Erste Beigeordnete Thomas Glück (SPD). Man habe gehofft, durch eine private Investition Geld sparen zu können. Und der Ortschef (SPD) erklärte, durch die „Denkschleife“ habe sich die nun für die Kleinbetriebe vorgesehene Fläche maßgeblich erhöht. Nicht mehr möglich ist gemäß dem Aufstellungsbeschluss übrigens der Betrieb von Vergnügungsstätten im „Bürgel“. „Wir sind gebrandmarkt durch die ehemalige Discothek“, merkte Becker-Theilig an.

Festgelegt hat sich die Gemeinde bereits auf die Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen. Der Gemeindeanteil in den bereits umgerüsteten Straßen liegt bei 35 Prozent. „Wir müssen die Beiträge erheben“, betonte der Ortschef, „wir haben keine Wahl.“ Für die Berechnung des Gemeindeanteils sei die „gerichtlich anerkannte Lüneburger Tabelle“ zurate gezogen worden, die sich nach dem Ausmaß des Durchgangsverkehrs richtet. Allerdings wurde auf SPD-Antrag hin der Gemeindeanteil im bereits ausgebauten Teil der Gaustraße auf 60 Prozent festgesetzt.

Becker-Theilig kündigte eine öffentliche Veranstaltung an, in der die Anwohnerbeteiligung an der Maßnahme erklärt werden soll. „Mit der Information der Öffentlichkeit sind wir viel zu spät“, monierte Kirch, „es schafft Unzufriedenheit, die Bürger so spät ins Boot zu holen.“ Er wünschte dem Bürgermeister „einen breiten Rücken, wenn die Beteiligungsbescheide rausgehen“. 

Die 
Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co. KG

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