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15.12.2017, 08:22 Uhr | AZ Mainz/Dieter Oberhollenzer
"400 Quadratmeter mehr für Büros"
BÜRGERMEISTER-WAHL Robert Scheurer (CDU) über VG-Verwaltung, Bau der Feuerwache und digitales Netzwerk
Eine positive Bilanz seiner ersten Amtszeit zieht der am 4. März wieder kandidierende Bürgermeister der VG Bodenheim, Dr. Robert Scheurer (CDU). Die Verwaltung sieht er in einem "Topzustand"; im besonderen Fokus steht der Neubau der Feuerwache Bodenheim-Nackenheim.
 
Herr Scheurer, wie haben Sie 2010 bei Ihrem Amtsantritt die Verwaltung vorgefunden? Was hat sich verändert?
 
 
Bürgermeister Robert Scheurer/CDU) vor den Wappen der fünf Ortsgemeinden der Verbandsgemeinde Bodenheim. Foto: hbz/Judith Wallerius
 
Die Mitarbeiter mussten sich aber daran gewöhnen, dass der neue Bürgermeister neue Fragestellungen aufwarf und neue Aspekte zu berücksichtigen waren. Ich habe die Verwaltung auf mich ausgerichtet, einen kollegialen Führungsstil installiert. Es herrscht ein offenen Verhältnis zu allen Mitarbeitern. Heute ist die Verwaltung in einem Topzustand, ist noch mehr Dienstleister für die Bürger geworden.
 
An welche Projekte, die realisiert worden sind, denken Sie?
 
Wir haben Stück für Stück abgearbeitet, eben Dinge, die liegengeblieben sind. Ich denke dabei an die Sanierung der Nackenheimer Unterführung Bellenäcker und an die Hangsicherung am Rothenberg in Nackenheim. Und wir haben die Schulden von neun Millionen im Jahr 2009 auf unter zwei Millionen Euro gesenkt; die Kassenkredite sind bei Null.
 
Und das Verhältnis zu den Ortsgemeinden? Da sind auch Klagen darüber zu hören, dass die Ortsbürgermeister immer mehr Aufgaben zu bewältigen hätten.
 
Die VG-Verwaltung wurde nie kritisiert. Die Fülle der Aufgaben der Ortsbürgermeister liegt in den vom Land vorgegebenen Strukturen. Ich plädiere dafür, dass die VG weitere Aufgaben von den Ortsgemeinden übernimmt, ich denke an den Tourismus, an die Bauhöfe und die Vermarktung von Baugebieten.
 
Thema ist immer wieder die räumliche Situation der VG-Verwaltung in Bodenheim. Brauchen Sie mehr Platz?
 
Ja, die räumliche Situation ist nicht zufriedenstellend. In abgestimmten Gesprächen mit der Ortsgemeinde geht es aktuell um die spätere Nutzung des freiwerdenden Feuerwehrgerätehauses in der Bodenheimer Ortsmitte. Ich habe dabei für die VG eine zusätzliche Bürofläche von 400 Quadratmetern im Blick. Konkret kann ich mir vorstellen, in einem Neubau ebenerdig das Bürgerbüro unterzubringen.
 
Apropos Feuerwehr. Größtes Bauprojekt der VG ist die neue Feuerwache für die Wehr Bodenheim-Nackenheim. Wie sieht der aktuelle Stand aus?
 
Auf dem gerodeten Baugelände ist demnächst der Sprengstoffsuchdienst im Einsatz, reine Routine. Vor Weihnachten wollen wir noch alle Gewerke ausschreiben. Und im Januar beginnt der Umbau der Straße mit neuer Abbiegespur.
 
Die Kosten für die Feuerwache sind von 4,5 auf über 7 Millionen gestiegen, so die Opposition im Rat. Der Boom in der Baubranche lässt befürchten, dass alles noch viel teurer wird. Wie beurteilen Sie die Situation?
 
Die 4,5 Millionen Euro waren nur eine Zahl, die so in den Haushalt eingestellt wurde. Ein Anhaltspunkt für die Kostenberechnung. Nach der Machbarkeitsstudie liegen die Kosten bei 7,2 Millionen Euro. Ob es nach der Ausschreibung Kostensteigerungen gibt, das ist reine Kaffeesatzleserei. Ich denke, dass wir bei einer Ausschreibung im Winter bessere Preise erzielen, weil jetzt erst die Auftragsbücher gefüllt werden. Wenn es teurer wird, müssen wir möglicherweise die Standards verändern. Es können ja anstatt Aluminiumfenster auch Fenster aus Kunststoff sein. Aber der Markt ist nicht überall überhitzt. Etwa Ausschreibungen für zwei Kitas haben gezeigt, dass ein Angebot zwar teurer war, das zweite aber günstiger.
 
Was steht in der VG noch an?
 
Wir bauen die Grundschulen in Gau-Bischofsheim, Lörzweiler und Bodenheim um. Wichtig ist mir auch der Aufbau eines digitalen Netzwerks, das die Bürger, die Verwaltung und das Gewerbe einschließt. Die Arbeitsgruppe Breitband wird sich künftig um die digitale Entwicklung kümmern. Weiter geht das Klimaschutzprojekt. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass 2026 in der VG Bodenheim selbstfahrende Busse unterwegs sind.
 
Wie das Land mitteilt, geht es ja bei der Ortsumgehung in Harxheim weiter. Reicht das?
 
Ich setze mich dafür ein, dass auf der Rheinhessenstraße zwischen Gau-Bischofsheim und Ebersheim zwei zusätzliche Spuren gebaut werden, für die ÖPNV und den Individualverkehr. Da müssen wir loslegen und beim Kreis drängen, auch wenn die Stadt Mainz nicht mitmacht.
 
 
ZUR PERSON
Dr. Robert Scheurer, 58 Jahre alt, verheiratet, zwei erwachsene Kinder; seit 2010 hauptamtlicher Bürgermeister der VG Bodenheim; stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Kreistag; Mitglied im CDU-Kreisvorstand Mainz-Bingen und im CDU-Ortsverband Lörzweiler.

Die Artikelverlinkung erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Verlagsgruppe Rhein Main GmbH & Co KG



 


 


 



 
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